Garten

 

Genießen Sie die längsten Tage des Jahres, die schönsten Sonnenstunden im Freien, umgeben von Rosenduft und Vogelgezwitscher.


 

Die Rosenblüte beginnt, Kübelpflanzen und Kräuter legen richtig los. Allerdings müssen viele Pflanzen, besonders junge Gehölze und Stauden ebenso Gemüsepflanzen jetzt ständig gehegt und bei Trockenheit rechtzeitig gewässert werden.

Die Winterschäden sind nun endgültig beseitigt und manch' traurige Bilanz gezogen. Gerade die Immergrünen, die subtropischen Pflanzen, die schon viele Jahre in unseren Gärten standen, haben den langen Winter schlecht überstanden. Viele Ausfälle sind bei Bambus, Kamelien, Yucca und jungen Rhododendren zu verzeichnen. Aber auch einheimische Büsche und Bäume haben in diesem Jahr spät ausgetrieben, etliche Stauden sind in der Entwicklung weit hinterher.


 

Eigentlich sollte man erwarten, dass auch die Schädlinge durch den langen Winter stark dezimiert wären. Doch Läuse & Co scheinen sich gut mit den veränderten Klima arrangiert zu haben und nun sind die Plagegeister wieder da. Wir müssen, da viele Pflanzen jetzt noch geschwächt sind, die Schädlinge in Schach halten und auf das ökologische Gleichgewicht achten.

Je nach Witterung sollten Sie Vorkehrungen gegen die eine oder andere Schädlingsart treffen. Blattläuse und Spinnmilben lieben Trockenheit und Wärme. Bei großer Luftfeuchtigkeit ist mit vielen Schnecken und Pilzkrankheiten, etwa Mehltau in jeder Form zu rechnen.

Der Falsche Mehltau zeigt sich bei Rosen mit bräunlich - rötlich bis violetten Flecken auf der Blattoberseite, auf der Unterseite entdeckt man ab und zu gräulichen Schimmel. Die Blätter vertrocknen und fallen ab. Sie müssen sorgfältig entfernt und entsorgt werden. Kalibetont und nicht übermäßig mit Stickstoff düngen, gegebenenfalls Rosen - Pilzschutzmittel einsetzen.

Alle Pflanzen müssen jetzt ständig beobachtet werden. Größere Schadtiere wie Raupen und Schnecken können Sie einsammeln. Auch mit Fallen, Netzen, Zäunen, Leim lassen sich manche Schädlingsinvasionen abwehren. Farblockstoffe wie Gelbtafeln locken Fruchtfliegen, Weiße Fliegen, Minierfliegen und Trauermücken an. Sexuallockstoffe verwirren die Männchen der Baumschädlinge so sehr, dass sie die Weibchen zur Paarung nicht finden können. Leimringe werden gegen Raupen, Fanggürtel gegen Obstmaden, Netze gegen Gemüsefliegen, Vogelscheuchen und Aluminiumstreifen gegen Vögel eingesetzt. Ein Schneckenzaun empfiehlt sich für Anzucht - und Jungpflanzenbeete.

Zuverlässig helfen ihnen auch die sogenannten Nützlinge. Geben Sie mit Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, mit Schlupfwinkeln für Insekten, Eidechsen und Igel, mit nützlingsschonenden Pflanzenschutzmitteln ihren natürlichen Pflanzenschützern im Garten eine Chance.

 

Eigentlich muss der Rasen jetzt wöchentlich geschnitten werden. Je wärmer und trockener es ist, desto länger sollte man die Halme lassen. Der frische Rasenschnitt darf nicht gleich in den Kompost. Er enthält viel Stickstoff. Zusammen mit dem ebenfalls eingelagerten Wasser kann es sonst im Kompost zu so hohen Temperaturen kommen, dass die Mikroorganismen absterben. Verwenden Sie das Schnittgut besser zum Mulchen. Sie unterdrücken damit Unkraut auf den Beeten und brauchen seltener zu gießen.

Stark verdichtete oder gar vermooste Stellen sind für jeden Rasenfreund ein Ärgernis, vor allem wenn er im Frühjahr schon einmal durch Vertikutieren den Filz aus dem Rasen entfernt hatte. Da hilft es nur, den Rasen noch zusätzlich zu durchlüften, d.h. mit höhenverstellbaren Metallzinken zu aerifizieren. So werden Blätter, Moos, Klee und Flechten aus dem Rasen entfernt, ohne die empfindlichen Graswurzeln zu zerschneiden. Enthält der Rasen nur wenige Unkräuter, kann man sie einfach ausstechen. Bei starker Verunkrautung sollte ein Rasen Unkrautvernichter, eventuell kombiniert mit einem Rasendünger eingesetzt werden.



 

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