Wenn die Blumen kaum noch blühen und im August schon einzelne Gemüsebeete abgeerntet sind, wird es höchste Zeit den Boden zu verbessern. Beim Gemüseanbau hat sich das Kompostieren im Beet als besonders effektiv erwiesen: Erntereste daher nicht wegwerfen, sondern grob zerkleinern, mit angetrocknetem Rasenschnitt vermischen und zwischen den Gemüsereihen ausbringen. Die verrottenden Pflanzenreste liefern alle wichtigen Nährstoffe in idealer Zusammensetzung.

Auch die sogenannte Gründüngung gibt dem Boden die durch die Pflanzen entzogenen Nährstoffe wieder zurück, ohne den Umweg über die Kompostierung. Säen Sie jetzt die schöne Bienenweide (Phacelia) oder Lupinen, Klee, Sommerwicken und Senf. Die Pflanzen beschatten den Boden und schützen ihn vor Erosion. Ihre Wurzeln – am stärksten die des Senfs - lockern die Erde.

Die Blattmasse wird nach dem ersten Frost eingegraben und steigert den Humusgehalt des Bodens. Die Schmetterlingsblüher unter ihnen, Lupinen, Klee und Wicken leben in Symbiose mit Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft sammeln und im Wurzelbereich einlagern. Verrotten die Pflanzen im Winter, geben die kleinen Wurzelknöllchen den wichtigen Stickstoff an die Erde ab.

Was bisher im traditionellen Komposthaufen an organischen Garten- und Küchenabfällen gesammelt wurde, sollte jetzt umgeschichtet werden. Das schon zersetzte Material kommt dann zur Verwendung nach oben, die frischen Stoffe nach unten, wo die Mikroorganismen und Bodenlebewesen gut geschützt ihre Arbeit fortsetzen können.



 

Wenn der Rasen grün bleiben soll, muss er abends spät oder morgens früh gründlich gewässert werden. Wer nicht soviel Gießwasser verbrauchen will und eine alte Rasenfläche hat, kann es auch riskieren, die Wiese nur wenig zu wässern. Der Rasen wird dann zwar braun. Die Grassode ist jedoch so mit dem Wurzelwerk verfilzt, dass sie sofort nach einer Regenperiode wieder austreibt und sich völlig regeneriert.

Mit wiederholtem Hacken bekämpfen Sie das Unkraut, das bei jedem Wetter wächst, erhalten aber vor allem die Bodenfeuchtigkeit. Bleibt der Boden unbearbeitet, verkrustet die Oberfläche und wird steinhart. Wasser kann durch viele kleine Röhrchen (Kapillare) schnell verdunsten. Beim Hacken dagegen werden die Kapillarröhrchen unterbrochen, die Verdunstung verringert.

Auch Mulchen leistet jetzt gute Dienste. Unter einer 4 - 6 cm dicken Schicht aus Holzhäcksel, Stroh, Spinat- oder Rhabarberblättern und Rasenschnitt trocknet die Erde weniger aus, das Bodenleben wird gefördert und Unkraut unterdrückt. Allerdings müssen Sie vorher etwas kalken und düngen, da das Verrotten der Mulchmasse dem Boden Nährstoffe entzieht. Das entfällt, wenn Sie Rindenhumus ausbringen, der schon aufgekalkt und mit Dünger angereichert ist.


 

Der Rasen ist in diesem Jahr sehr strapaziert worden. Wir haben auf der Wiese gespielt, uns gesonnt. Kahlstellen sind aufgetreten, die man im August durch Nachsaat ausbessern kann. Auch Rasenneuanlage ist jetzt möglich. Sollte es noch heiß werden, darf der Rasen bei weitem nicht so kurz wie sonst geschnitten werden, damit die Halme sich gegenseitig schattieren können.

Wenn Ihr Rasen während Ihres Urlaubs aus der Form geraten ist, sollten Sie die Halme später nicht radikal zurückschneiden, sondern den Rasen im Abstand von mehreren Tagen schrittweise auf die optimale Schnitthöhe von 4-5 cm einkürzen.




 

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