Der "Super-Sommer" 2018 – für Sonnenanbeter ein Traum. Doch der Sommer hat auch Schattenseiten: manche Menschen leiden unter der Hitze, in einigen Regionen Europas wüten Waldbrände, Landwirte klagen über Ernteausfälle...

Auch in vielen Gärten sind die Hitze und vor allem die enorme Trockenheit ein großes Problem. Viele Wiesen sind gelb, Büsche und Bäume haben schon gelbe und braune Blätter, das Obst fällt vorzeitig von den Bäumen, die Stauden und Sommerblumen setzen zu früh Samenstände an. Etliche Sommerblumen wirken völlig erschöpft.

Die Wetterprognosen gehen davon aus, dass die Hitze auch im August weiter anhält. Wenn man größere Schäden im Garten vermeiden will, ist richtiges Gießen extrem wichtig.




 

Gießen Sie zur richtigen Tageszeit: Im Sommer sind Abend- und Nachtstunden oder der ganz frühe Morgen ideal. Durch niedrige Luft- und Bodentemperaturen verdunstet dann weniger Wasser. Gießen bei starkem Sonnenlicht kann außerdem zu Blattschäden führen. Die Wassertröpfchen wirken wie Brenngläser auf den Blättern und lassen braune Flecken entstehen.

Gießen Sie ausgewachsene Pflanzen lieber selten – dann aber kräftig. Pflanzen passen sich bis zu einem gewissen Grade ihrer Umgebung an. Ist Wasser knapp, bilden sie längere Wurzeln, um sich mit dem Wasser aus tieferen Erdschichten zu versorgen. Wenn Sie die Pflanzen zu sehr mit Gießen verwöhnen, bleibt die Wurzelbildung schwächer und Sie müssen immer häufiger zur Gießkanne greifen.

Auch Bäume und Sträucher müssen bei starker Hitze und langer Trockenheit gegossen werden, vor allem wenn die Blätter zu hängen beginnen. Am besten gibt man ihnen zwei- bis dreimal in der Woche Wasser – und zwar richtig kräftig. Das ist besser, als täglich nur wenig zu gießen. Idealerweise verwendet man Regenwasser zum Gießen, da es nicht so kalkhaltig ist wie Leitungswasser.

Wässern Sie nach dem individuellen Bedarf der Pflanzen. Kübelpflanzen sind, da sie nur wenig Wurzelraum haben, auf ständiges Gießen angewiesen. Pflanzen, die aus den trockenen Gegenden dieser Erde stammen, beginnen zu faulen, wenn sie mehr Wasser erhalten, als sie benötigen. Dagegen verlangen Gewächse, die in Feuchtregionen beheimatet sind, stets nach Wasser und verdursten bei Trockenheit.

Halten Sie das Wasser im Garten. Viel Gießwasser kann eingespart werden, wenn der Boden nicht hart wird. Regen und Gießwasser fließen dann nicht ungenutzt ab. Lockern Sie daher die Erde um die Pflanzen herum regelmäßig auf, legen Sie Vertiefungen im Wurzelbereich an, damit das Oberflächenwasser besser aufgenommen werden kann. Ständige Lockerung bewirkt auch, dass die Kapillarröhrchen in der Bodenoberfläche zerstört werden, durch die das Wasser nach oben steigt und verdunstet. Die Erde bleibt so länger feucht. Auch das Abdecken mit dünnem Vlies, einer feinen Mulchschicht etwa aus Rasenschnitt hält die Bodenfeuchtigkeit.





 

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